Am letzten Schultag war es wieder soweit: die Schulgemeinschaft traf sich zum Abschluss des Schuljahres zum alljährlichen Gottesdienst auf dem Schulhof. In diesem Jahr stand der stimmungsvolle Gottesdienst unter dem Thema „Atem holen“. In dieser Feier waren alle eingeladen, die Aufmerksamkeit noch einmal bewusst auf das eigene Atmen zu lenken, das man sonst selbstverständlich vollzieht, um den Wert des Atmens zu erfahren. Zunächst hatten sich einige Schülerinnen und Schüler Gedanken über Situationen im Alltag gemacht, wo ihnen der Atem gestockt ist, so zum Beispiel, als man die Aufgaben der Deutscharbeit sah und nicht wusste, was man dazu schreiben sollte, oder als man erfahren hat, dass Freunde hinter dem Rücken schlecht über einen geredet haben. Dem gegenübergestellt wurde der Bibelvers, als Gott Adam den Atem in die Nase blies, womit der Mensch zu einem lebendigen Wesen wurde. In einer sich anschließenden Atemübung konnten alle Teilnehmenden unter Anleitung der evangelischen Schulpfarrerin Gaby Masanek dem eigenen Atem auf die Spur kommen und entdecken, dass das Atmen ein Nehmen und Geben ist.
In seinem Impuls machte Schulseelsorger Burkhard Hofer deutlich, dass das Atmen im eigenen Glauben mehr ist, als bloß Sauerstoff ein- und Kohlendioxid auszuatmen. Pro Tag atme jeder Mensch im Durchschnitt 12000 Liter Luft ein, die in 75 gefüllte Badewannen passen würden. Dieses großzügige und lebenswichtige Geschenk mache uns Gott jeden Tag. Letztlich sei es Gott, der in uns atmet. Denn in dieser gewaltigen Menge Atemluft stecke Gottes Geistkraft, die uns befähigt, mutig, froh und begeistert zu leben und anderen zu helfen.
Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahm gewohnt stimmungsvoll die Band unter Leitung von Herrn Offermann. Am Ende verabschiedeten sich alle froh und gestärkt voneinander in die Ferien in dem Wissen, dass man in den kommenden Wochen ausruhen und neu Atem holen kann.






