Salvete Omnes!!!
Am 3. Juni 2026 besuchte der Latein LK von Frau Vent einen in Europa einzigartigen historischen Fundort, das Römergrab in Köln-Weiden.

Dort, wo sich wohl vor tausenden von Jahren, ein paar Kilometer von der Römerstadt Köln entfernt, ein Gutshof einer sehr wohlhabenden Familie befunden hat, wurde in den letzten Jahrhunderten eine Grabkammer gefunden.
Steinerne Treppenstufen, die in einen in der Erde verborgenden Raum führen, hinter einer massiven Tür verborgen.
Dort haben wir eine professionelle, informative Führung erhalten, welche in dem zur Grabkammer befindlichen Wärterhäuschen begann. Zunächst gab es eine historische Einführung zu Köln in der Römerzeit und der Unterwelt, in einer kleinen, aber feinen Ausstellung. 
Dort, wo heute die Aachener Straße verläuft, befand sich eine sehr wichtige Straße, die VIA BELGICA. Die Römerstadt Köln war damals natürlich noch viel kleiner, als wir sie heute kennen, weshalb die Grabkammer etwa 8,5km von der damaligen Stadtmauer entfernt liegt. 

Die Römer haben damals ihre Grabstätten an die großen, wichtigen Straßen außerhalb der Stadt gelegt, damit auch ja alle Leute die imposanten Grabmäler noch eine lange Zeit wahrnahmen. In der Todesvorstellung der Römer war ein Mensch erst dann ,,wirklich“ verstorben, wenn sich niemand mehr an ihn erinnert.
Ebenso gab man dem Verstorbenen allerhand Grabbeigaben mit, damit sie im Leben nach dem Tod ihre nützliche Verwendung finden.

Die Grabkammer hat ein alltägliches, römisches Aussehen – der Innenraum gleicht einem Esszimmer mit drei typischen Liegen (lat. Triclinium). Ebenso wurde der steinernde Sarg edel und detailreich verziert, eine Sonderanfertigung, die damals extra aus Rom geliefert wurde.

Dieser Ausflug war ein tolles Erlebnis und hervorragendes, bedeutendes Beispiel römischer Spuren in Köln!

Verfasst von Jakob-Arda Satir, Q1