Das Kolumba beherbergt die Sammlung des Erzbistums Köln und ist ein beliebtes Kunstmuseum in der Kölner Innenstadt. Die LFS durfte schon vor 6 Jahren im Rahmen des Programms „Schule zu Gast“ Arbeiten der Schülerinnen und Schüler inmitten der Ausstellung zeigen. 

Nun sind wir an diesen wunderbaren Ort der Kunst zurückgekehrt, diesmal mit dem Leistungskurs Kunst. Mitte November besuchten wir gemeinsam, ohne große Vorabinformation oder Führung, die aktuelle Ausstellung „make the secrets productive!“ und hatten dafür „schulfrei“. 

So heißt ein Vermittlungsangebot des Museums, bei dem ein Kurator des Museum nach dem Besuch vor Ort mit Schülerinnen und Schülern in den Dialog geht, diesmal dann in der Schule. 

Dr. Stefan Kraus, der nun ehemalige Direktor des Kolumba Museums, kam nach unseren Besuch zu uns in den Kunst Leistungskurs, etwas ganz besonderes. Statt eines Vortrags entstand schnell ein offenes Gespräch über Kunst, Wahrnehmung und Zusammenhänge. 

Bei seinem Besuch gab es keine vorbereiteten Bilder oder eine Präsentation. Um unsere Fragen anschaulich zu beantworten, griff er einfach zu dem, was da war. Spontan legte er Objekte nebeneinander, stellte sie um, verschob sie und kombinierte neu. Eine Flasche stand plötzlich neben einem Stuhl. Dann die Frage an uns: „Passt das jetzt nicht zusammen?“ Er erklärte, dass Kunst nicht nach festen Regeln funktioniert. Dinge passen nicht nur dann zusammen, wenn sie uns ähnlich erscheinen. Die Kunst ist frei.

Kraus erklärte, dass die Auseinandersetzung mit Kunst erst dann beginnt, wenn man sie aufnimmt, wirken lässt und hinterfragt. Informationen sollen nicht alles vorgeben. Deshalb gibt es im Kolumba auch keine Infotafeln direkt neben den Kunstwerken. ,,Der rote Faden der Kunst entsteht nicht nur durch Ähnlichkeiten, er ist ein Prozess.” Dies fiel uns auch im Kolumba bei unserem Besuch besonders auf. Es gibt kein richtig oder falsch. Kunst darf irritieren, widersprechen und Fragen stellen. 

Mina Back, Q1