Zwei außergewöhnliche Konzertabende liegen hinter uns: Am Wochenende vor den Sommerferien erklang Carl Orffs Carmina Burana am 11. und 12. Juli in der Kirche St. Joseph. 

Was als Unterrichtsgegenstand im musikpraktischen Kurs der Q1 begann, wurde zu einem beeindruckenden Gemeinschaftserlebnis, das Musiker:innen aus unterschiedlichen Generationen zusammenbrachte und das Publikum an beiden Abenden begeisterte.

Im Mittelpunkt stand ein großer Projektchor, der sich aus dem Mittel- und Oberstufenchor, dem Erwachsenenchor der LFS, den LFS Singers, und weiteren interessierten Sänger:innen zusammensetzte. Begleitet wurde der Chor von Yuhao Guo (ehemaliger LFS-Schüler) und Anke Pan am Klavier sowie einer Perkussiongruppe (der Q1 und Frederik Welsch, einem ehemaligen Schüler), die mit Röhrenglocken, fünf Pauken, einem großen Tamtam, mehreren Xylophonen, Becken und vielen kleinen Schlaginstrumenten den Stücken immer wieder unterschiedliche Farben einhauchten. 

Eine besondere Aufgabe übernahm der Unterstufenchor, der nicht nur souverän den Kinderchor-Part sang, sondern das Konzert auch mit unterschiedlichen Choreografien und Accessoires zu ausgewählten Stücken bereicherte. 

Eine zentrale Rolle bei der konzeptionellen Gestaltung und Durchführung des gesamten Projektes übernahm der musikpraktische Kurs der Q1. Die Schüler:innen beschäftigten sich intensiv mit der musikalischen und szenischen Umsetzung des Werkes und entwickelten Ideen, wie die einzelnen Nummern über die Musik hinaus gestaltet werden könnten. So entstanden u.a. die Choreografien für den Unterstufenchor und ein umfangreiches Programmheft. 

Mit viel Kreativität und handwerklichem Geschick wurde außerdem das Rad der Fortuna aus Holz selbst gebaut. Hier konnten durch einen Drehmechanismus die vier Bereiche der Carmina Burana „Schicksal“, „Erwachen“, „Lebensfreude“ und „Liebe“ visualisiert werden. An dieser Stelle geht für die gesamte bildnerische Umsetzung ein besonderer Dank an die Klasse 8e und den KunstPlus-Kurs von Frau Kutsch. 

Für solistische Glanzleistungen sorgten die Sopranistin Theresa Klose, der Tenor Felix Tudorache (ehemaliger Schüler) und der Bassbariton Thilo Dahlmann, die den Kirchenraum optimal auszunutzen wussten und die unterschiedlichen Facetten des Werkes professionell darboten. 

Dass beide Aufführungen sehr gut besucht waren, war eine besondere Anerkennung für die Arbeit aller Beteiligten und hat deutlich gemacht, wie verbindend gemeinsames Singen und Musizieren sein kann. 

Die Carmina Burana wird uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben!