
Spätsommer
Die sommerliche Hitze zieht sich zurück.
Herbstliche Frische empfängt uns am Morgen.
Das Blattwerk fängt an sich zu verfärben.
In diesen Vorboten des Herbstes ziehen Farbkleckse der Natur – die Hagebutten – unsere Blicke an.
Wie ein Fels in der Brandung des Herbstes halten sie sich an der farbenfrohen Welt des Sommers fest und vermitteln uns Lebenskraft in aller Vergänglichkeit.
Leicht im Wind wippend stellen sie mich vor die Frage: Was bleibt? Woran halte ich mich fest, wenn ich auf das restliche Jahr blicke: der dunkle Winter und die schnelllebige Vorweihnachtszeit.
Papst Leo XIV gibt uns in seiner Magnifica Humanitas eine Antwort: Bleibe Menschlich! Er schreibt: „Menschlich sein heißt: Ich sehe dich. Du bist nicht unsichtbar. Deine Geschichte zählt.“ Kein System, kein Smartphone oder gar Künstliche Intelligenz kann ermessen – kann fühlen, „wie viel Trost ein Wort schenkt, wie viel Mut ein Blick geben kann oder wie entscheidend es ist, dass jemand einfach bleibt.“
Das sind Früchte des menschlich Bleibens, die im Leben reifen und dankbare Blicke auf sich ziehen.

