Mit einem Bollerwagen sind die Schülerinnen und Schüler die LFS durch die Stadt gezogen um Wohnungslosen eine Weihnachtsfreude zu bereiten

Weihnachten heißt Heimkehren. Doch was ist, wenn dies gar nicht so einfach möglich ist?

Im Weihnachtstrubel vergessen wir oft die Menschen, die es eigentlich am meisten nötig haben: Wohnungslose. In Köln leben circa 6000 erfasste Wohnungslose. Um auch diesen Menschen ein einigermaßen schönes Weihnachtsfest zu bescheren, hatten Lena Wallbrück (Q1) und Til-Nicolas Teyke (Q1) eine Idee. Zusammen mit der Schülervertretung sollten Schuhkartons an die gesamte Schule ausgeteilt werden. Jede Klasse in der Unter- und Mittelstufe, jeder Deutschkurs in der EF und jeder Leistungskurs in der Q1 und Q2 bekamen einen Schuhkarton. Dieser sollte dann gemeinsam im Kurs mit haltbaren Lebensmitteln, Drogerieartikeln oder warmer Kleidung befüllt werden. Nach einer Woche hieß es dann: Abgabe. Dank eines überwältigenden Engagements der Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer sind dabei weit über 100 Schuhkartons zusammengekommen.

Die mehr als 100 Karton wurden mit allen möglichen Dingen verziert. Von richtigen Gemälden bis hinzu Weihnachtsgeschenken!

Nun kam wohl der schönste Teil: das Austeilen. Am letzten Schultag erklärten sich viele engagierte Schülerinnen und Schüler zum Austeilen bereit. Mit einem Anhänger voller Schuhkartons ging es dann in die Stadt.

Ein ganzer Anhänger wurde von vielen Schülerinnen und Schülern und engagierten Eltern befüllt

Einmal in der Stadt, ging es auch schon los. Die eine Hälfte der Schuhkartons wurde in große Beutel und Bollerwagen umgeladen. Da so viele Kartons zusammenkamen, wurde die andere Hälfte zur Tafel gebracht. Auch dort war man sehr dankbar für die tatkräftige Unterstützung.

Auch die Tafel hat sich über die Schuhkartons gefreut

So zogen die Schülerinnen und Schüler quer durch die Kölner Innenstadt, um die Geschenke auszuteilen. Bei manche Wohnungslosen wurden die Kartons an den Schlafplatz gestellt. Bei anderen entstanden ganz viele interessante Gespräche. Insgesamt vier Stunden dauerte es, bis alle Beutel und Bollerwagen leer waren. So konnte die Schülerschaft der Liebfrauenschule auch in der dunklen Jahreszeit etwas Licht in das Leben anderer bringen. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr!

Til-Nicolas Teyke