Der Mülleimer ist eine Komfortzone – Ein Resümee der Zero-Waste-Week an der LFS

Die Zero-Waste Week hat uns eines vor Augen gehalten: Es ist nicht leicht ohne Mülleimer, es ist nicht leicht ohne Müll, es geht (noch) nicht ohne Plastik!

Genau darauf wollten wir in dieser Woche hinweisen: Wir produzieren Müll, viel zu viel Müll. Verpackungen und Plastik sind ein allzu gegenwärtiger Teil unseres Lebens. Wie sehr müssen wir uns umstellen, wenn es keine Mülleimer gibt, d.h. welcher Müll ist ersetzbar, wo wird es schwierig? Wie verzichtbar ist Plastik in unseren alltäglichen Situationen – Butterbrote, Kaffee, Chips, Süßigkeiten? Wir alle wurden diese Woche auf eine harte Probe gestellt. (Recycelbarer) Müll ist zweifelsohne ein komplexes Thema.

Umweltbewusste Slogans sind leicht daher gesagt. Ob in den Räumen der Schule oder in den eigenen vier Wänden: Danach zu handeln ist viel schwieriger! Besonders dann, wenn wir die „Komfortzone Mülleimer“ verlassen und es nicht mehr so schnell heißt: „Aus den Augen, aus dem Sinn“. Allein in Köln müsste es ca. 4.2 Mio. Mülleimer geben, folgt man den Berechnungen der Klasse 8a (TER).

Eines ist uns in dieser Woche nochmal bewusst geworden: Wir alle haben eine gemeinsame Verantwortung. Das betrifft sowohl das Zusammenleben in unseren schulischen vier Wänden als auch das in unserer Welt. Thematisiert hat dies der Gottesdienst der Stufe 6: „Das Handeln des einen beeinflusst das Leben des anderen. Jesus macht im Evangelium im Gebot der Gottes- und Nächstenliebe deutlich, dass mein Handeln immer auch andere betrifft. (…) Wenn wir hier in Köln zu viel Müll produzieren, dann wird das irgendwo anders auf der Welt zum Problem. So wird viel von unserem Müll in die Entwicklungsländer transportiert, was dort wiederum Menschen in ihrem Leben beeinträchtigt. Und es beeinträchtigt zudem auch mein Umfeld hier in meiner Umgebung.“ Immer sollten wir beauftragt durch Gott achtsam und liebevoll miteinander umgehen (HOF, Klasse 6a mit DEU).

Eine Umfrage der 6a im Religionsunterricht (DEU) hat ergeben, dass diese Woche ein erster Schritt zum Umdenken gewesen sein könnte: Die meisten Befragten hätten es als einfach empfunden, weniger Müll mit in die Schule zu bringen bzw. den Müll wieder mitzunehmen. Ebenso groß war die Zustimmung unter den Befragten, dass es eine gute Erfahrung gewesen sei. Bei den meisten habe sich das Müllverhalten im Laufe der Woche verändert.

Klar ist: Die Schulgemeinschaft der LFS hat sich auf einen Weg begeben, den sie weitergehen möchte. Auch wenn jetzt die Mülleimer wieder da sind, sollte ihr Handeln nachhaltig anders bleiben bzw. werden. Sie befindet sich bereits mitten im konkreten ProzessLFS goes green. Eine weitere Etappe wird die nächste Veranstaltung LFS im Diskurs sein, die die Thematik der Nachhaltigkeit nochmals aufnehmen wird.

Und so singt am Ende der Zero-Waste-Woche Louis Armstrong mit seiner warmen und zuversichtlichen Stimme durch die Lautsprecher der LFS: „(…) And I think to myself: what a wonderful world!”

Einen herzlichen Dank an alle, die diese Woche mitgetragen haben!

Für das Team der Zero Waste Week FRE