Ein Impuls unseres Schulseelsorgers Burkhard Hofer

Dunkelheit setzt sich durch in diesen Tagen
Nicht nur jahreszeitbedingt
November-Tristesse allenthalben

Corona sorgt für düstere Prognosen
Der Lockdown schränkt Leben ein
Die bange Frage ist: wie lange noch

Die Kirche wird von dunklen Schatten eingeholt
Bei vielen von Missbrauch Betroffenen werden alte Wunden aufgerissen
Wird es den Entscheidungsträgern gelingen, demütig und entschlossen die Nebel zu lichten?

In unsere unheilvolle Zeit ruft der Prophet Jesaja:
„Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles Licht;
 über denen, die im Land des Todesschattens wohnten, strahlte ein Licht auf.“  (Jes 9,1)

Hoffnungsworte, rund 2700 Jahre alt, aktueller und tröstlicher denn je.
 Welch heil-volle Verheißung in perspektivloser Zeit!
Welch sehnsuchts-volle Botschaft, die der Advent für uns bereithält!

Unser Advent – in diesem Jahr anders als sonst
Keine Weihnachtsmärkte mit Glühwein und Budenzauber
Was setzen wir an deren Stelle?

Vielleicht eine Zeit mit unseren Liebsten
Um den Adventskranz herum das Woche um Woche wachsende Licht bestaunen
Schweigend, redend, betend, singend…

Voller Sehnsucht der großen Verheißung trauen
Das Licht besiegt die Dunkelheit
Gott selbst ist das Licht, das unsere Dunkelheit erhellt!

(Text: Burkhard Hofer; Foto: Erzbistum Köln © Rebekka Dierkes)