Erzb. Liebfrauenschule Köln

Vorstellung des Fachs



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Politik – Wirtschaft Sozialwissenschaften/Wirtschaft

Aufgaben und Ziele des Politikunterrichts:

Der Wecker klingelt, aufgestanden, Zähne geputzt, gewaschen, angezogen, gefrühstückt. Los geht es mit der Bahn oder dem Fahrrad zur Schule, Unterricht, Pausenbrot, nach Hause kommen, Mittagessen, Hausaufgaben, Klavierunterricht, Fußball oder Jazz-Dance, mit Freunden telefonieren, Nachhilfe erteilen, in Facebook einloggen, fernsehen, ins Bett gehen.

Was hat das alles mit Politik und Wirtschaft zu tun? Sehr viel! Waren konsumieren, Dienstleistungen in Anspruch nehmen, öffentlich bereitgestellte Güter nutzen, Gesetzen folgen, Konsumentscheidungen treffen, Produzent sein. Hinter der von  

von Schülerinnen und Schülern häufig vordergründig wahrgenommenen Wirklichkeit stehen komplexe politische, soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge, über die es sich bewusst zu werden gilt.

Wer bin ich? Wer will ich sein? Wie will ich mich entwickeln? Was ist meine Aufgabe in der Gesellschaft? Diese Fragen stellen sich unsere Jugendlichen. Antworten finden sie vielfach in Freundesgruppen. Aber auch wir als Schule sind gefordert, ihnen Antworten zu geben, sie in ihrer persönlichen Entwicklung zu fördern, sie einen verantwortungsbewussten Platz in der Gesellschaft finden zu lassen.

Das Leben unserer jungen Menschen ist geprägt von einem ständig fortschreitenden Vermittlungsprozess zwischen Individuum und Gesellschaft, den die Sozialisationsinstanzen initiieren und begleiten. Dieser Prozess beinhaltet sowohl die reflektierte Übernahme gesellschaftlich vorgeprägter Werte und Verhaltenserwartungen als auch die aktive Mitgestaltung der Gesellschaft, in der sie sich bewegen. Dazu sind Kompetenzen erforderlich, die im Politikunterricht entwickelt werden: Sachkompetenz, Urteilskompetenz und Entscheidungs-/ Handlungskompetenz. 

In den Vorgaben zur politischen und ökonomischen Bildung in der Sekundarstufe I werden diese Ziele folgendermaßen beschrieben: Politische und ökonomische Bildung zielt auf die Mündigkeit junger Menschen. Schülerinnen und Schüler sollen im Unterricht lernen, die politische, soziale und ökonomische Realität im Hinblick auf zugrunde liegende Strukturen und Legitimationen zu analysieren. Sie sollen systematisches und strukturiertes Wissen über diese Realität entwickeln, sich ein selbstständiges und reflektiertes Urteil bilden und die Chancen der Einflussnahme auf die Gestaltung demokratischer, sozialer und ökonomischer Strukturen in der Gesellschaft erkennen und nutzen. Über die Beschäftigung mit grundlegenden Problemen der Gegenwart und erkennbaren Herausforderungen der Zukunft fördert der Politikunterricht ein differenziertes Verständnis der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Realität  in ihren komplexen Zusammenhängen ( vgl. S.14 ).

Aus den Leitideen: Reflexionsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Toleranz, Solidarität und Handlungsbereitschaft, die von besonderer Bedeutung für die politische, soziale und ökonomische Bildung sind, lassen sich die oben genannten Kompetenzen herausfiltern, die unmittelbar anzustreben und zu überprüfen sind.

Was bedeutet das nun konkret ? Auf welche Weise das Fach: Politik / Wirtschaft diese Intentionen  umsetzt, die Einbindung von Alltagserfahrungen in einen Gesamtkontext leistet, soll in folgenden Beispielen exemplarisch verdeutlicht werden.

Unterrichtsvorhaben in der Klasse 7: Die Schüler/innen simulieren Wahlen: Zu einem ausgewählten Thema, z.B. Jugendkriminalität, bilden die Schüler/innen Parteien, die  Parteiprogramme zur Bekämpfung von Jugendkriminalität entwickeln, mit je unterschiedlichen Schwerpunkten: stärkere Kontrolle und höhere Strafen, Resozialisierung zur Verminderung der Rückfallquoten, Prävention durch Erziehungsarbeit in der Familie, Bekämpfung der Ursachen. Die Schüler/innen planen einen Wahlkampf und führen ihn über Wahlplakate und Flugblätter durch. Auf einer Wahlveranstaltung in der Stufe 7  präsentieren die Parteivorsitzenden ihr Parteiprogramm. Anschließend findet die Wahl statt. Das Wahlergebnis wird per Fragebogen zu den Gründen der Wahlentscheidung ausgewertet. Die Parteivorsitzenden stellen sich dem Wahlergebnis.

Unterrichtsvorhaben in der Klasse 9: Die Schüler/innen bilden Kommissionen zur Bekämpfung einer Wirtschaftskrise. Sie analysieren die Ursachen für die wirtschaftliche Krisensituation eines fiktiven Landes, sie entwerfen arbeitsteilig in Gruppen  politische Maßnahmen in verschiedenen Bereichen: Steuerpolitik, öffentliche Investitionen, Investitionen in Forschung, staatliche Subventionen, gesetzliche Vorgaben für Unternehmen. Die Ergebnisse der Gruppen werden präsentiert und anschließend kontrovers diskutiert.  

 

Das Fach Politik/Wirtschaft im Differenzierungsbereich der Klasse 8 und 9 knüpft an das Fach Politik in den Stufen 7 und 9 an. Es versteht sich als parallele Ausdifferenzierung mit besonderer Schwerpunktsetzung. Laut Richtlinien liegt sein besonderes Profil in der Betonung der Handlungsorientierung  und in der Schwerpunktsetzung des wirtschaftlichen Bereiches ( vgl. Richtlinien Politik

( Wirtschaft ), S.31 ).

Die Teilnahme an Schülerwettbewerben, ausgeschrieben z.B. durch die Bundeszentrale für politische Bildung, an extern unterstützen Projekten, z.B. „Jugend denkt Zukunft“, an intern geplanten und durchgeführten Großprojekten, z.B. auf der Schulebene Planung, Durchführung und Auswertung einer repräsentative Umfrage zum Thema: "Jugend und Konsum", Betriebserkundungen, die Simulation von Konflikten, z.B. der Tarifkonflikt, u.ä. stehen im Mittelpunkt des Unterrichts und verstehen sich als konkrete Umsetzung der Vorgaben.    

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