Erzb. Liebfrauenschule Köln

Besinnungstage



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Besinnungstage

In der Stufe E (10. Klasse) nehmen alle Schülerinnen  und Schüler innerhalb der Schulzeit an einer Woche der religiösen Orientierung teil.

Diese Besinnungstage sollen die Möglichkeit bieten, sich mit den elementaren Sinnfragen des Lebens zu beschäftigen. An der Schwelle zum Erwachsenwerden haben die Jugendlichen die Chance, sich als religiöse, glaubende Menschen zu erfahren, die auf der Suche nach einer sinngebenden Lebensgestaltung „in Verantwortung vor Gott und den Menschen“ (GG) sind. Die Schülerinnen und Schüler können sich je nach Stufengröße unter vier bis sechs Angeboten entscheiden.

 

Zwei exemplarische Berichte


  • Fahrt nach Taizé/Burgund 2014

Auf der Rückfahrt von unseren Besinnungstagen der Oberstufe in Taizé entstanden die folgenden Notizen. Sie geben Einblick in das, was wir Jugendliche in dieser Woche erlebt und für uns mitgenommen haben.

„Taizé ist für mich ein Ort der Stille und Zuflucht, an dem man aber genauso Freude verspüren kann. Taizé ist anders als alle anderen Orte, an denen ich bis jetzt war. Für mich werden an dieses Dorf für immer die Erinnerungen an eine superschöne Zeit mit meinen Freunden verknüpft sein.“

„Für mich ist Taizé ein ganz besonderer Ort. Die Messen dort haben mich wirklich berührt und ich mochte es, dorthin zu gehen. Man hatte dort Zeit, einmal komplett zu entspannen, und das hat gut zu den Besinnungstagen gepasst. Taizé ist ein Ort, wo man Religion lebt.“

„Taize ist für mich ein Ort der Harmonie und Zusammenkunft. Man kann den von Stress geprägten Alltag hinter sich lassen und sich auf den Glauben besinnen. An diesem Ort fühlt man sich mit der Natur verbunden und innerlich ruhig. Taizé ist sozusagen zeitlos. Taizé gab mir die Möglichkeit, meinen Charakter zu stärken und mehr auf das Gute im Menschen zu blicken. Ich wurde mehr mit weniger zufrieden und lernte, das, was ich normalerweise habe, viel mehr zu schätzen. Dieser wundervolle Ort ist von verschiedenen Nationalitäten geprägt, was mir einen Einblick in die Kulturen und die Geschichten und Schicksale gewährt hat. In Taizé habe ich viele nette Menschen aus anderen Gegenden und Ländern kennen gelernt und viele Freundschaften - und Leute ins Herz - geschlossen. Die Freude dort ist ansteckender als irgendwo anders. Taizé ist für mich ein Ort, an dem die Kommunikation mit andern und zu Gott verstärkt wird. Diese erfolgt ohne jegliche Ablenkung durch Handys etc. – Eine erfrischende Abwechslung, die jeder mal erlebt haben sollte.“

„Taizé ist für mich eine einmalige Erfahrung! Es ist ein Ort der Selbstfindung und der Entspannung. Mega Zeit!“


  • Fahrt nach Auschwitz/Krakau

Seit zwei Jahren, erstmals 2013, wird im Rahmen der Besinnungstage der EF-Stufe eine Fahrt nach Auschwitz/ Oswiecim angeboten. Die Idee zu dieser Fahrt entstand im Rahmen der Thematik „Gott und das Leid“, welche in der Oberstufe im Fach Religion behandelt wird. Die Rechtfertigung Gottes (Theodizee-Frage) angesichts dieser Grausamkeit und Leiderfahrung brachte natürlich die direkte Konfrontation mit den Orten des Geschehens ins Gespräch.

Die Fahrt führt die SchülerInnen direkt nach Auschwitz/Oswiecim, aber bevor die beiden Konzentrationslager (Auschwitz I Stammlager / Auschwitz-Birkenau) besucht werden, wird dieser Ort mit einem „polnischen Blick“ betrachtet, denn die polnische Kleinstadt (40.000 Einwohner) ist eine ganz normale polnische Stadt mit viel mehr Geschichte und Gesichtern, als nur das Gesicht des Grauens, nämlich die Vernichtungslager. Schon mit dieser Stadtbesichtigung bewegen wir uns mit den SchülerInnen im ganz normalen polnischen Leben, das für sie meist von eher abwertenden Bildern über Polen verknüpft ist. Natürlich ist in den darauf folgenden Tagen der Besuch der beiden Lager schockierend und anstrengend. In zahlreichen Ausstellungen und Dokumentationen werden die SchülerInnen mit dieser deutschen Geschichte konfrontiert. Beide Tage sind intensiv mit Führungen und Selbsterkundungen gefüllt.

Immer wieder steht die Frage im Raum: wie können Menschen so etwas tun? Und immer wieder lässt sich die Frage formulieren, wie man einen Gott denken kann, angesichts dieser Grausamkeiten.

Die jüdische Religion begleitet diese Fahrt durchgängig. Wir besuchen Synagogen, lernen erneut Riten und Bräuche kennen, aber vor allem immer wieder Menschen, die uns in Fotos begegnen oder in anderen Zeugnissen ihres Lebens und Sterbens.

Und wir besuchen in Krakau weitere Einrichtungen zum Thema Judentum: einen jüdischen Friedhof, ein jüdisches Restaurant, Synagogen, ein jüdisches Viertel. Aber den Abschluss bildet dann wieder das Land Polen in all seiner Schönheit und Kultur. Krakau begeistert die SchülerInnen und „erschüttert“ ihr Polen-Bild. So schön, so „normal“, so westlich, so sauber und ordentlich ist es also in Polen. Ein positiver Kulturschock am Ende einer anstrengenden Fahrt.

Nur mit Hilfe der Stiftung „erinnern ermöglichen“ und dem schulischen Förderverein ist diese weite und intensive Fahrt den SchülerInnen zu ermöglichen. Kein Schulbuch kann die gemachten Erfahrungen und Eindrücke so ermöglichen – deshalb werden wir diese Fahrt im Rahmen der Besinnungstage so lange anbieten, wie möglich.

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Information zum Anti-Mobbing-Konzept für Eltern der Jgst. 6 in der Halle
16.01.2019  | 
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