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"Mitdenken! Position beziehen! LFS im Diskurs" Neue Vortragsreihe an unserer Schule

Die LFS hat 2017 eine neue Veranstaltungsreihe gestartet: Mitdenken! Position beziehen! LFS im Diskurs lautet ihr Generalthema. Initiiert und organisiert vom Förderverein der Liebfrauenschule unter dem Vorsitz von Werner Spinner sowie der Schulpflegschaft unter der Ägide von Christiane von Velsen, machte den Auftakt am 25. Januar 2017 ein Abend mit dem bundesweit und darüber hinaus bekannten Autor Navid Kermani. Die Besucher im bis auf den letzten Platz gefüllten großen Atrium und auf der Galerie erlebten eine Premiere, die die angesichts der prominenten Besetzung hochgespannten Erwartungen in jeder Hinsicht erfüllte. Das musikalische Rahmenprogramm steuerte das Ensemble des Leistungskurses Musik der Q2 (Ltg.: Herr Greifenberg) bei, mit Kompositionen von Franz Schubert und Kurt Weill. Die Moderation des Podiumsgespräches hatte Hermann Ohagen, Fachlehrer für Erdkunde, Geschichte und Katholische Religion. Geschichte und Gegenwart gaben dann auch die Leitlinien der Diskussion mit dem Literaturgast. Navid Kermani las Passagen aus seinem Roman Dein Name (Hanser Verlag, München 2011) und entspann einige der Fäden, mit denen dieses Buch mit seinem Leben und dem seiner iranischen Familie verwoben ist. In dem anschließenden Gespräch, welches das Zentrum des Abends bildete und das Publikum einbezog, traten auch etliche LFS-Schüler, die sich erkennbar auf die Thematik vorbereitet hatten, vor mit Fragen und Kommentaren zu dem aktuellen, facettenreichen Diskurs über die gegenwärtige soziale Gemengelage, über Homogenität und Diversität, über Chancen, aber auch Risiken und Nebenwirkungen globaler Migrationsbewegungen sowie über den Status der Religionen im säkularen Staat. All dies war ebenso anregend wie informativ und überdies unterhaltend, im besten Sinne; der lange Beifall bezeugte es ebenso wie vielfaches Lob in den zahlreichen Einzelgesprächen, die den späten Abend prägten.

Termin der nächsten Veranstaltung ist der 7. März 2017, betitelt: "Demokratie - was tun!" Die Gesprächsleitung wird der WDR-Journalist Robert Müller übernehmen, es diskutieren der Moderator Frank Plasberg, der Psychologe Stephan Grünewald und der Jurist Mark Noethen (s.o.).

LFS im Diskurs – Zweiter Abend der neuen Veranstaltungsreihe mit dem Thema: Demokratie, was tun?

Demokratie Was tun? – Tut Was!

Am Dienstag, den 7. März 2017 wurden Schüler, Eltern und Interessierte der gesellschaftspolitischen Reihe „LFS im Diskurs“ durch eine prominente Talkrunde aufgefordert, sich für die Demokratie in Deutschland aktiv zu begeistern.

Frank Plasberg (Journalist und Moderator „hart aber fair“), Stephan Grünewald (Dipl.-Psychologe, Mitbegründer des rheingold Institutes und Buchautor „Die erschöpfte Gesellschaft“) und Mark Noethen, (ehemaliger Mitarbeiter beim BVerfG und OLG Richter) standen den Fragen der Schüler unter der Moderation von Robert Müller (Mitbegründer und Creative Director der Kommunikationsagentur facts and fiction) Rede und Antwort. Die Frage „Was tun?“ an die Runde mit der zurückgegebenen Aufforderung „Was tun!“ an die Zuhörerschaft und vor allem die jungen Erwachsenen im Saal wurde teilweise unerwartet beantwortet.

Impulsgeber für die Diskutanten waren von Schülern vorgestellte Themen zu dem Oberbegriff Demokratie. Schlagworte wie Meinungsfreiheit, Gewaltenteilung, Wahrung der Grundrechte, Chancengleichheit, Das Volk als Souverän wurden aufgegriffen und anhand von Plakaten einem kurzen Realitätscheck unterzogen. Zu den Themen wurden konkrete Fragen an das Panel gerichtet, die dieses aus rechtlicher, gesellschaftspsychologischer und journalistisch politischer Sicht beleuchtete.

Unsere aktuelle gesellschaftspolitische Situation stellte die Runde wie folgt dar: es geht uns vergleichsweise gut! Es geht uns viel zu gut! Die Politik des letzten Jahrzehnts war sehr versöhnlich und beruhigend, so wenig kontrovers, dass ein ganzes Volk eingeschlafen, zum Stillstand gekommen ist. So erklärt es sich, dass Randgruppen aufstehen, sich auflehnen und durch klare Positionen provozieren. Was nicht passieren darf, ist dass die große Mehrheit der Zufriedenen weiter schlummert, anstatt aktiv zu werden und für die Werte zu kämpfen, von denen sie profitieren und für die sie einstehen.

Die Frage der Schüler, wie das denn nun ginge wurde höchst provokant beantwortet: Aufstehen sollen sie, aufhören sich nur selbst zu optimieren um jeden Preis, Leidenschaften entdecken und entwickeln, nicht als Ziel haben besser zu sein als die Eltern, was sie nicht schaffen könnten, da es diesen schon zu gut ginge sondern das zu tun, was sie überzeugt, einen eigenen Weg finden. „Wie finde ich Wahrheiten? war die Frage „Such sie!“ die Antwort! Geh raus, erhebe Dich vom gedeckten Tisch, nimm Unannehmlichkeiten für Deine Überzeugung in Kauf! „Wir„– schlossen die Experten – „können nichts mehr tun – Ihr seid dran! Die Welt steht vor einer großen Veränderung, wie diese verläuft hängt alleine von den Menschen ab, die aktiv daran teilhaben – es ist Eure Verantwortung und Eure Chance!“

Im Anschluss an die Diskussion fand ein reger Austausch zwischen Teilnehmern und Gästen statt.

Die Veranstaltungsreihe „LFS im Diskurs“ wird von der Elternpflegschaft der Erzbischöflichen Liebfrauenschule mit großer Unterstützung des Fördervereins organisiert. Begonnen hat sie mit einem Gesprächsabend Ende Januar mit Navid Kermani und wird im Herbst mit dem Schwerpunkt Wirtschaftspolitik fortgesetzt. 

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12.05.2017  | 
19:00 Uhr