|
|
|
  
|

Terminvorschau für die nächsten 7 Tage (alle Termine)
Datum (von/bis) | Uhrzeit (von/bis) | Terminbeschreibung |
| 06.09.2010 | | 19:30 | | Pflegschaftssitzungen der Stufen 12 und 13 und der Klasse 5b |
| 07.09.2010 | | 19:30 | | Klassenpflegschaftssitzungen der Klassen 7 und 8 |
| 07.09.2010 | | 19:30 | | Informationsveranstaltung Individuelle Förderung für Eltern der Jgst. 7 |
| 08.09.2010 | | 09:00 | 13:30 | Sicherheitstraining KVB mit Pressekonferenz (Klasse 5b) |
| 08.09.2010 | | 19:30 | | Klassenpflegschaftssitzungen der Klassen 6 und 9 |
| 09.09.2010 | | 19:30 | | Klassen-/Jahrgangsstufenpflegschaftssitzungen der Klassen 5a, c, d, e, und der Stufe 10,11 (E) |
| 10.09.2010 | | | | Verbindliche Anmeldung zu den Begabungsförderungskursen und den Förderinseln |
| 12.09.2010 | 13.09.2010 | | | Begegnungstage der Doppeljahrgangsstufe 10 und 11(ganztägig) |
News
 |
Romantik im Spiegel
(Von: BERND HOLZUM) |
23.06.10
Kulturelles
|
 |
|
 |
Neugierig machte der diesjährige Titel des Musiktheaterprojekts: „Doppelgänger – Auf der anderen Seite des Spiegels“ - ein Abend rund um das Thema Romantik. Da war also kein Musiktheater mit in sich geschlossener Handlung zu erwarten, sondern das revueartige Umspielen eines Themas. So genau diese Erwartung auch erfüllt wurde, so überraschend war doch das, was da drei Ensembles an drei Abenden unter der Leitung von Fabian Bien, Thomas Greifenberg, Gaby Schmidt und Karsten Wenner präsentierten. Und diese drei Ensembles waren: Der Projektchor der Mittel- und Oberstufe, der Unterstufenchor und das „Doppelgänger“-Instrumentalensemble.
Was verbinden wir mit dem Begriff Romantik? Eine musikalisch-literarische Epoche? Ein Lebensgefühl? Ein ästhetisches Konzept weg von starren Formen hin zur Entgrenzung der Künste? Oder, mit Brechts „Glotzt nicht so romantisch“ im Kopf, den stets lauernden Kitschverdacht?
Kitsch – statt ihn zu vermeiden, ließ Thomas Greifenberg ihn gleich mal zu Anfang in einem grandios ironischen Potpourri zu seinem Recht kommen. Hallo Zuhörer, wurde etwa deine Lieblingsballade mit in den Kitschteig eingerührt? Silbermond, Reinhard Meys „Über den Wolken“, Maffays „Über sieben Brücken“, „Marmor Stein und Eisen bricht“, Mendelssohn Bartholdys Hohes Lied auf den deutschen Wald? Hast du mitgeklatscht, -gewippt und ein Tränchen verdrückt? Macht ja nichts, denn das ist ja das Schöne am Kitsch, dass seine Grenzen fließend sind und dass man seine Gänsehaut erst genießt und sich dann für sie geniert – oder gerade trotzig nicht! Oder anders: Pippi Langstrumpfs Kinder-Einmaleins, das hübsche Aufbegehren gegen das rationale Kalkül der Erwachsenen, ist es nicht süß? Hier läuft es aber mal – Demontage verkitschter Kindheitssehnsucht – hinein in einen schrill-dissonanten Kinderbandenterror.
Kennzeichen des Abends war, neben seiner Unberechenbarkeit, ein subtil durchdachter Wechsel zwischen Wort und Musik. Texte, in denen oft ein romantisch verklärtes Land individueller Sehnsüchte entworfen wurde, die umso härter an der Realität zerschellten. Gefühl und Mut zum Träumen gegen Ratio und Realitätssinn, ein Kampf, der in mehreren Runden ausgetragen wurde und unentschieden ausging. Dieser Gegensatz spiegelte sich schon im Bühnenbild, das Spitzwegs (kitschigen?) Armen Poeten in einen realen armen Schlucker und einen in sich ruhenden, träumenden Lebenskünstler aufspaltete. Getreu der schillernden Vielfalt des Begriffs Romantik entstammte das Material keineswegs nur der geistesgeschichtlichen Epoche der Romantik. Michael Jackson, Kurzgeschichten von Kafka oder zeitgenössischen Autoren, Schubert, Brahms, Pippi Langstrumpfs Einmaleins, Peter Fox` Haus am See, die „Romanze“ der Wise Guys - vieles Bekannte und Liebgewordene forderte allein durch die kühne Zusammenstellung und überraschende musikalische und choreographische Darstellung zu einem neuen Überdenken heraus. Dabei kam die Lust am Musikgenuss keineswegs zu kurz. Und ein Genuss für sich war die Choreographie, die immer wieder den in der Mitte aufgestellten mannshohen „Spiegel“ (in Wirklichkeit ein leerer Rahmen, auf dessen beiden Seiten der Spiegel nur gespielt wurde) aufnahm.
Eine komplette Eigeninszenierung, hochintelligentes, ideensprühendes Regietheater, dessen Facettenreichtum jeden Zuschauer mit anderen Eindrücken entließ! Und wie viele Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen von der 5 bis zur 13 wurden da mit ihren Fähigkeiten und ihrer Spielfreude in einen großen Zusammenhang eingefügt? Das alles war weit mehr, als man von Schultheater zu erhoffen wagt. |
 |
|
 |
Siehe auch:
|
«Zurück zur Übersicht
|
| Copyright (c) 1997 - 2007 Liebfrauenschule Köln | |
|